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Das Pichlschloss und seine Landwirtschaft

Hühner, die im Gras spazieren gehen.Vor zwei Generationen wurden noch fast alle Lebensmittel im Haus hergestellt. Der Stall war voll mit Kühen und Rindern, die Fleisch und sämtliche Milchprodukte lieferten. Im Sommer grasten sie friedlich rund ums Pichlschloss, die Milch wurde gemolken, in der Küche wurde das Butterfassl gedreht, geachtet, dass der Topfen gut wird. Schweine fanden die Essensreste, gedämpfte Kartoffeln, Getreide…. köstlich und gaben dafür gutes Fleisch, Schinken, Pastete und Speck zurück. Die Hühner legten die Eier – und auch damals wollte sie der Fuchs schon holen. Am Feld wurden Kartoffeln angebaut, im Garten Salate und so manche Bauern lieferten was der Boden hergab. Diese „Normalität“ hat dann völlig aufgehört, es war ja viel einfacher zum Fleischer, ins Geschäft im Ort, zur Molkerei ... zu gehen.

Wie schaut es jetzt aus? Das Überangebot macht einen misstrauisch, Lebensmittelskandale verunsichern….wir wollen gerne wieder wissen, was wir essen. Das wunderbare Resultat: back to basic! Nur basic ist eine ganz schöne Herausforderung. Unser Stall ist nicht mehr den Standards entsprechend, wir müssen die Produktionsabläufe wieder lernen, verstehen wann was geerntet und produziert werden soll, die Hygienestandards werden abgeprüft, Formulare ausgefüllt – aber das Resultat ist motivierend, erfreulich und gibt uns und unseren Gästen wieder ein Stück Lebensqualität, Bewußtsein für Lebensmittel und Gesundheit zurück.

Wie alles begann

Seit vier Jahren werden die ca. 30 Hektar großen Wald- und Weideflächen rund um das Pichlschloss jetzt wieder landwirtschaftlich genutzt. Matthias Heindl wollte schon als Kind Bauer werden, landete aber in der HBLA für Obst- und Weinbau in Klosterneuburg. Nachdem kein Weingarten im Besitz der Familie war, beschloss er anschließend Wirtschaft zu studieren. Seit einiger Zeit erfüllt er sich seinen Jugendtraum und hat begonnen neben seiner Arbeit als Landwirt tätig zu sein.  Bei seinen in kleinen Mengen handwerklich gefertigten – Lebensmitteln wissen unsere Gäste, woher die Produkte kommen.

Auf den Weiden und auf der Alm

Seit die Pferde nicht mehr da sind, haben sich die Rinder die ehemaligen Weiden zurückerobert. Die ersten zwei Jahre verbringen die Jungtiere auf den saftigen Almen am Zirbitzkogel und sind durch das Klima, das Berggras und die schmackhaften Kräutern besonders gesund – das schmeckt man! Im dritten Jahr leben die Tiere auf den blumenreichen Wiesen rund ums Pichlschloss. Neben saftigem Futter und großzügigem Auslauf können sie ihr natürliches Sozialverhalten leben. Während der kalten Jahreszeit sind sie beim befreundeten Biobauern Florian Plank im Stall eingestellt. Das Futter bekommen sie hauptsächlich von den Pichlschloss-Wiesen, die von Florian bearbeitet werden.
Die wichtigste Zutat bei Fleisch ist die Zeit: Zeit zum Wachsen, Zeit zum Reifen und anschließend eine gute Zubereitung, die ebenfalls Zeit braucht.

Im Wasser

Im Schlossteich tummeln sich um die 300 Seeforellen im kühlen Nass. Die Gäste des Pichlschlosses schätzen dabei die frische Qualität der Fische und deren spezielle Zubereitung: Sie werden gebraten oder geräuchert, kommen ofenfrisch auf den Tisch, dazu gibt’s Petersilienkartoffel, Oberskren und ein Glas Sauvignon Blanc – eine Spezialität, die sich über die Schlossmauern hinweg herumgesprochen hat.

Auf der Wiese

Später sind zu den Fischen Hühner gekommen. Tagsüber haben die rund 50 Tiere eine großzügige Wiese zum Scharren. In der Nacht schützt ein großzügiger Stall Hennen und Hähne vor Fuchs und Marder. Die Hühner verschiedener Rassen (z. B. Sulmtaler, Grünleger, weiße Sperber etc.) liefern das tägliche Frühstücksei, dessen frische Qualität von unseren Gästen sehr geschätzt wird. Der Bedarf an Frühstückseiern ist rasant gestiegen!

Blumenwiese und Wald

Die Wiese des Pichlschlosses bietet auch den Bienen einen idealen Standort, der gemeinsam mit dem Imker Bernhard Maier ausgewählt wurde: Die Stöcke gegen Süden hin ausgerichtet, an der Rückseite ein großer Stein, der wärmt; Wasser und Wald in unmittelbarer Nähe. Optimale Verhältnisse für die Tiere, die „leer in den Wald hinauffliegen und voll zu den Stöcken hinunterfliegen“. Wenn die Temperatur im Frühling über 15 Grad Celsius ansteigt, dann herrscht bei den Bienen Hochbetrieb und geschäftiges Summen. Im Herbst 2017 wurde dem Honig die "Goldene" verliehen - ein Qualitätssiegel über das wir uns alle sehr freuen.

Auf der Streuobstwiese

Entlang der Weidezäune werden Obstbäume als Streuobstwiese angelegt. Diese Wiese ist ein wertvolles, wichtiges Biotop für Vögel, Insekten, Weidetiere und andere Pflanzen. Aromatische Äpfel, Birnen, Zwetschgen und Walnüsse – dazwischen Beerenobst zum Naschen – stehen dann den Pichlschloss-Gästen zur Verfügung. Die Früchte werden zu Marmeladen, Kompotten und Säften verarbeitet und ihr Geschmack wird die Vielfalt und Lebendigkeit einer Streuobstwiese widerspiegeln. Zuerst müssen die Bäume allerdings gut anwachsen.

In der Molkerei

Schon um 6 Uhr in der Früh beginnt der Werdegang des Käse. Aus der noch kuhwarmen Rohmilch vom Biobauernhof Florian Plank, werden Frischkäse, verschiedene Weichkäsesorten (z. B. Camembert, Romadur usw.), Topfen und Jogurt hergestellt. Verfeinert werden die Lebensmittel mit verschiedenen Kräutern, großteils aus dem eigenen Küchengarten oder von der Firma SONNENTOR.
All die Köstlichkeiten stehen am Frühstücksbuffet bereit.

Im Küchengarten

In 6 großen Hochbeeten wachsen knackiger Salat – Grazer Krauthäupl, Ruccola, Schnittsalat, Lollo Rosso – Schnittlauch, Petersilie, Spinat, Mangold und unterschiedlichste Kräuter. An der warmen Stallwand gedeihen die Tomaten ausgezeichnet – nächstes Jahr sollen es mehr werden. Auch die Wiese hat so manches zu bieten: Brennessel & Girschsuppe für Strudel oder Suppen, Terrine mit Rosenblüten, Hollerkoch, Minzparfait …die Natur hat viel zu bieten und wir noch viel zu lernen. Die Kräuterbäuerin Magrit macht immer wieder Kräuterführungen rund ums Pichlschloss, zeigt, dass nicht nur Kühe Grünes fressen und welche guten Kräutln man verwenden kann. Die werden gesammelt und gleich zu unterschiedlichsten Köstlichkeiten verkocht.

Aus der Quelle

Eine eigene Quelle versorgt das Pichlschloss mit frischem Trinkwasser. Das Wasserreservoir liegt mitten im Wald. Auf kürzestem Weg, ohne Druckverstärker und Aufbereitungsanlage fließt es ins Pichlschloss herunter. Gutes Trinkwasser – pflichtgemäß überprüft. Das Wasser liefert auch den wesentlichsten Bestandteil der hausgemachten, natürlichen Sirupe und Limonaden. Aus diesem Wasser entsteht außerdem das ab 2018 erhältliche Pichlschloss-Bier: naturbelassenen und geschmacksintensiv. Das nach alter Brautradition in der Flasche nachvergorene Bier wird ausschließlich im Pichlschloss ausgeschenkt.

Im Wald

Rund um das Pichlschloss erstreckt sich ein ca. 16 Hektar großer Wald, bestehend aus Laub- und Nadelbäumen. Er dient unseren Gästen als Erholungsraum. Sie finden darin verträumte Spazierwege und Bänke zum Rasten und Verweilen. Ganz neu ist das Angebot des Waldbadens: Waldbaden ist uraltes Wissen neu entdeckt. Schritt für Schritt begleiten wir Sie und helfen das alte Band zwischen Mensch und Natur neu zu knüpfen - ein echtes Seelenbad. Die neuen Waldinseln helfen die Atmosphäre des Waldes mit allen Sinnen aufzunehmen, sie laden zum Dialog und zur Innenschau ein. Je nach Jahreszeit warten Walderdbeeren, Himbeeren, Stachelbeeren und Schwammerln, gesammelt zu werden.

 

Lebensmittel vor die Haustür

Im Sommer wird das Fleisch im Pichlschloss verwendet, im Winter wird es anschaulich und praktisch verpackt, ordentlich beschriftet und zu Ihnen geliefert. Bevor ein Rind geschlagen wird, schickt Matthias an alle FleischInteressenten eine Mail, bietet an was da ist und Sie können bestellen. 3 Wochen später kommt Ihr Fleischpaket an die Haustüre geliefert - frisch zur köstlichen Zubereitung oder praktisch verpackt zum sofortigen Einfrieren. Mittlerweile bieten wir auch den guten Honig, Sugo, Pasteten, Käse, Joghurt, Zirbenschnaps…..an.
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Was wir hier tun? Wir erhalten einen schönen Flecken Erde, der nicht ohne Grund schon vor Jahrhunderten besiedelt wurde - für Sie und für uns. Ein Schlössl am Land, mit viel Freiraum, der achtsame Weiterentwicklung fordert.

 

 

Kontakt

Landsitz Pichlschloss - Heindl OG

Stadlob 125

8812 Mariahof

T. +43 3584 2426

info(at)pichlschloss.at

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