Alte Obstsorten und Beeren im Landsitz Pichlschloss
Die Früchte werden zu Marmeladen, Kompotten und Säften verarbeitet und ihr Geschmack spiegelt die Vielfalt und Lebendigkeit einer Streuobstwiese wider.
Streuobstwiesen und Naschgarten im Hotel in Österreich
Die Streuobstwiese gilt als wertvoller Lebensraum für Vögel, Insekten und Pflanzen. Rund um den Landsitz Pichlschloss wachsen seltene Gehölze, die nicht nur die Landschaft prägen, sondern eine geschmackliche Vielfalt bieten, die im herkömmlichen Handel längst verschwunden ist.
Obstbäume in der Steiermark als lebendiges Biotop
Die weitläufige Streuobstwiese wurde mit Bedacht entlang der Weidezäune angelegt. Die Art und Weise, wie die Obstbäume angeordnet sind, ermöglicht eine optimale Luftzirkulation, die Pilzerkrankungen auf natürliche Weise vorbeugt, und bietet den Weidetieren gleichzeitig schattige Ruheplätze. Während die Schafe und Rinder für eine saubere Wiese sorgen, finden unzählige Insekten und Vögel in den Baumkronen ein sicheres Habitat. Der Erhalt dieser Flächen ist dem Landsitz Pichlschloss ein besonderes Anliegen, da europaweit bereits ein Großteil dieser wertvollen Kulturlandschaften verloren gegangen ist. Durch die Zusammenarbeit mit Experten wurden gezielt jene Sorten ausgewählt, die ideal an die Geologie und das Klima der Obersteiermark angepasst sind.
Süße Beeren aus dem eigenen Garten
Die Vielfalt im Obstreich ist beeindruckend: Über 15 Apfelsorten wie die Wintergoldparmäne oder der frühe Stark Earliest sowie sechs verschiedene Birnen-Raritäten verteilen sich über das Gelände. Hinzu kommen Kirschen, Zwetschken, Kriecherl und Walnüsse. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Naschobst: Viele Baumkronen werden bewusst niedrig gehalten, damit Spaziergänger die reifen Früchte direkt vom Zweig kosten können. Ergänzt wird das Angebot durch Beerensträucher wie Ribisel, Johannisbeeren, Himbeeren und Brombeeren. Auch außergewöhnliche Sorten wie Sanddorn, Schlehdorn und die früh blühende Kornelkirsche bereichern den Garten und dienen als wichtige Energiequellen für die hofeigenen Bienen.
Saisonale Ernte und die Veredelung zu hofeigenen Spezialitäten
Was im Sommer und Herbst geerntet wird, findet auf direktem Weg Einzug in die Hotelküche oder die hofeigene Manufaktur. Tafelobst füllt die Obstkörbe im Haus, während Wirtschaftsobst zu sortenreinen Säften oder saftigen Apfelstrudeln verarbeitet wird. Sogar Experimente mit Maroni, Feigen, Kaki und Isabella-Reben tragen bereits erste Früchte und zeigen, wie lebendig und wandelbar die Landwirtschaft im Pichlschloss ist. Die Marmeladen und Säfte spiegeln in jedem Glas die Vitalität dieses gewachsenen Kulturraums wider.
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