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Stift St. Lambrecht - Stiftskirche und Stiftsgarten

Seit über 900 Jahren prägt das Benediktinerstift die Region. Die Stiftskirche ist die „Hauptkirche“ des Benediktinerklosters St. Lambrecht. Ursprünglich war der Karner im Friedhof neben der Stiftskirche die Pfarrkirche, später dann die Peterskirche, die sich gegenüber, auf der Bastei des Stiftshofes befindet. Das Portal der Kirche ist von der Renaissance geprägt (Planung: Stiftsbaumeister Domenico Scassia). Links und rechts dieses Portals stehen die lebensgroßen Statuen der Heiligen Martin (mit der Gans zu seinen Füßen) und Nikolaus (mit Buch und drei Äpfeln). Das Kloster wurde 1076 vom Kärntner Markgrafen Markwart von Eppenstein gegründet. Dessen Sohn Herzog Heinrich III. von Kärnten ergänzte und vollendete die Klostergründung bis zu seinem Tod 1122, mit dem das Geschlecht der Eppensteiner erlosch. Er stattete den Konvent mit einer reichen Dotation zum Unterhalt und zur Pflege von Kunst und Wissenschaft aus. Es ist nicht bekannt, aus welchem benediktinischen Mutterkloster die ersten Mönche kamen. Die erste Kirche im 11. Jahrhundert war die „Kirche des Heiligen Lambert im Walde“, in deren unmittelbarer Nähe vor 1076 das Kloster errichtet worden war. Im 12. Jahrhundert wurde sie durch eine romanische Basilika ersetzt, die 1160 geweiht wurde. Sie hatte schon beinahe die Größe der heutigen Stiftskirche. Um die Mitte des 12. Jahrhunderts wurde der Gnadenort Mariazell in der Obersteiermark von St. Lambrechter Benediktinern gegründet und wird, nach einer Unterbrechung von 1949 bis 1992, heute wieder von St. Lambrecht betreut. Das Stift war wie alle Klöster im Mittelalter ein Bildungszentrum. 1835 wurde im Stift ein Landgymnasium mit fünf Klassen eingerichtet; die Schule bestand bis 1932. Die heutige Stiftskirche ist eine dreischiffige gotische Hallenkirche. Das Kreuzrippengewölbe ruht auf elf Pfeilerpaaren. Das Renaissanceportal hat der Stiftsbaumeister Domenico Sciassia entworfen. Im 17. Jahrhundert (Hochaltar, Westempore) und im 18. Jahrhundert (Kanzel) erfuhr die Stiftskirche eine Reihe von Barockisierungen. In die Nordseite der Stiftskirche ist eine Kapelle mit einer Nachbildung des Mariazeller Gnadenaltars gebaut.

Das Stift hat auch heute eine wesentliche regionale Bedeutung und Aufgabe. Aufgebaut wurden die "Schule des Daseins", der revitalisierte Stiftsgarten und auch der Kloster- und Naturparkladen. Im Sommer finden täglich Führungen statt, bei denen man die schönen Säle, das Vogelmuseum und die Benediktinerausstellung besichtigen kann. Auch die ambitionierten Bemühungen um Restaurierung und Weiterentwicklung sind zu bewundern.

Stiftsgarten Domenico

Seit über 900 Jahren prägt das Benediktinerstift den Ort und die Menschen in und um St. Lambrecht. Der Stiftsgarten St. Lambrecht ist ein Juwel für Meditation, Kunst und Naturerlebnis. Das Mitarbeiten in diesem herrlichen Garten, der Umgang mit Düften und Farben sind Balsam für die Seele und ein Genuss der Sinne. Das Programm der Gartengestaltung entspricht dem religiösen Auftrag zur Bewahrung der Schöpfung. Daher sind die vier Felder um den Pavillon als Mittelpunkt nach den 4 Elementen geordnet.

1. ERDE Die Schöpfung als Gärtnerin

Die Erde ist symbolisiert durch die Kräuterbeete und die aus 100 handgemeißelten Steinquadern einer alten Brücke entsteht hier eine „Überlagerung“ der 50 hellsten Sterne des nördlichen und südlichen Sternenhimmels nach einem Entwurf von Georg Planer. Sonne, Mond und Erde sowie auch die Milchstraße werden symbolisch dargestellt in einem kreisrunden, vom Himmelsäquator begrenzten Bereich. Eingebunden in das Ganze des Universums kommt hier die Natur als Gärtnerin zur Geltung auf kargem, sandigen und steinernen Boden.

2. LUFT „Die Gartenmutter Maria als Gärtnerin“

Anhand der zahlreichen Blumenlegenden, die sich um das Leben der Muttergottes gebildet haben, ist dieses Feld mit Blumen und Kräuterbeeten bepflanzt. D en Weg zum Pavillon säumen Rosenstöcke, deren Duft den Besucher begleiten soll.

3. FEUER „Die Heilige Hildegard von Bringen als Gärtnerin“

In der Mitte dieses Viertels wurde von Ingeborg und Jakob Lüdeling ein Labyrinth nach dem Vorbild von Chartres angelegt. Hier bricht man zur eigenen Mitte auf. Im Erleben von 2 Polaritäten, 4 Elementen, 7 Ebenen auf den 14 Stufen des Lebensweges in 28 Windungen.

In den 24 flammenförmigen Beeten rundum werden u.a. Kräuter gepflegt, denen in der Hildegard-Medizin wärmende Wirkung zugeschrieben wird. In den Beeten, die durch einen ziegelroten Weg verbunden werden, sind über 150 verschiedene Kräuter und Beeren angepflanzt, alle in verschiedener Dosierung mit Heilwirkung ausgestattet. Die Hl. Hildegard von Bingen fungiert als Patin für diesen Bereich, der dem Feuer gewidmet ist.

Das Labyrinth in der Mitte wurde von den Baumeistern der gotischen Kathedrale vor Baubeginn in der Mitte des Kirchenschiffs angelegt. Mittelalterliche Labyrinthe gaben den Menschen symbolhaft die Möglichkeit, meditativ und betend den verschlungenen Weg des Lebens aus dem Alltag zu Gott auszugehen. Der Nachbau dieses Labyrinths , das im Mai 2005 als Bestandteil der Ausstellung „Herzbaum & Honigschatten“ schließt somit eine alte christliche Tradition ein.

Der Eingang des Labyrinths befindet sich im Westen. Er wird in Richtung Osten – Sonnenaufgang betreten. Wer sich im Stiftsgarten darauf einlässt, dem gewundenen Pfad zu folgen, legt eine Strecke von 420 Metern zurück und ändert 28 Mal seine Richtung. Die 14 Wendepunkte markieren, wie die 14 Kreuzwegstationen die wichtigsten Stationen unseres Lebensweges. Das Achsenkreuz, auf dem die Wendepunkte liegen, teilt das Labyrinth in 4 Segmente, denen die Elemente Erde, Wasser, Luft und Feuer zugeordnet sind. Sie entsprechen genau den Himmelsrichtungen West, Nord, Ost und Süd. In der wie eine Blumenblüte gestalteten Mitte ist Raum für innere Einkehr, Mediation oder Gebet. Wer dort zur Ruhe kommt, kann eine tiefe Geborgenheit , innere Stärkung und Befreiung spüren. Von der Mitte aus geht man den geschlungenen Pfad nicht wieder zurück, sondern verlässt das Labyrinth - alle Begrenzungen hinter sich lassend, über die Trittsteine in Richtung Osten.

4. WASSER: „Der Mensch heute als Gärtner“

In der Mitte dieses Feldes ist der historische Brunnen mit barocken Steinelementen aufgestellt. Die Felder um den Brunnen stellen die kultivierenden Aktivitäten des Menschen dar.

Der Pavillon

Etwa im Mittelpunkt des Stiftsgartens gelegen, dominiert der zweigeschossige Pavillon das gesamte Areal. Er wurde von 1646 bis 1648 auf Auftrag des Abtes Benedikt Pierin (Wappen auf dem Zugang zum Obergeschoss) vom Stiftsbaumeister Domenico Scassia geplant und mithilfe zahlreicher Handwerker errichtet.Charakterisiert wird seine äußere Form durch das Pultdach über dem Umgang des Erdgeschosses und das weit ausladende, geschwungene Kaiserdach, das das Obergeschoss bekrönt. Über dem achteckigen Grundriss erhebt sich das Erdgeschoß, das durch Portale auf allen Seiten des Achtecks zugänglich ist. Die Innenwände sind durch zahlreiche Nischen gegliedert, der Innenraum wird durch acht Marmorpfeiler (die das Obergeschoß tragen) in einen zentralen Raum und einen Umgang geteilt. Über eine Steinstiege in der Mauer und über den außenseitigen Stiegenaufgang aus dem Jahr 2000 erreicht man den Vorbau des Saales im Obergeschoß, der über eine weiterführende Holzstiege zu betreten ist. An sieben Seiten des achteckigen Saales bieten große Fenster einen herrlichen Überblick über die Gartenanlage und einen besonderen Ausblick in die Landschaft des gesamten Hochtals von St. Lambrecht.

Zwischen den Fenstern haben sich aus der Erbauungszeit Pilaster mit reich geschmückten Kapitellen erhalten, über der Tür und den Fenstern so genannte Ohrmuschelkartuschen und rund um die Decke einfache Stuckleisten. Der nun flache Mittelteil der Decke wurde, nachdem die Originaldecke während der josephinischen Aufhebung wohl Schaden genommen hat, 1844 unter Abt Joachim Suppan hergestellt, worauf sein Wappen (Kreuz und Taube) hinweist.

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