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Auf der Streuobstwiese

Entlang der Weidezäune werden Obstbäume als Streuobstwiese angelegt. Diese Wiese ist ein wertvolles, wichtiges Biotop für Vögel, Insekten, Weidetiere und andere Pflanzen. Aromatische Äpfel, Birnen, Zwetschgen und Walnüsse – dazwischen Beerenobst zum Naschen – stehen dann den Pichlschloss-Gästen zur Verfügung. Die Früchte werden zu Marmeladen, Kompotten und Säften verarbeitet und ihr Geschmack wird die Vielfalt und Lebendigkeit einer Streuobstwiese widerspiegeln. Zuerst müssen die Bäume allerdings gut anwachsen.

Wichtiges Kulturgut und wertvoller Lebensraum

Malerisch liegt sie da – ein Ort der Sehnsucht: unsere Streuobstwiese – Obstreich und Saftladen zugleich. Sie ist aber auch ein wichtiges Kulturgut. Sie gibt tausenden Tier- und Pflanzenarten einen wertvollen Lebensraum.

Mit einem Pflanzabstand von acht Metern und einer Kronenhöhe von drei bis vier Metern sind auf unserer Streuobstwiese die Bäume stark genug, um ohne Stützhilfe Wind und Wetter standzuhalten. Dieser Abstand ermöglicht auch eine gute Luftzirkulation, die wiederum Pilzerkrankungen natürlich vorbeugt. Die großen Kronen bieten Schatten für die Weidetiere. Diese zertreten Wühlmaushügel, fressen das Fallobst und sorgen so für eine saubere Wiese.

Mehr als 80 Prozent der Streuobstflächen in Europa sind in den letzten Jahrzehnten verloren gegangen. Mit unserem „kleinen Streuobstwiesen-Paradies“ helfen wir mit, dieses wertvolle Habitat über die nächsten Generationen hinweg zu schützen.

Pralles Obstreich

Unser „gemischter Satz“ besteht aus verschiedenen Obstarten und –sorten. Über ein Dutzend Obstarten sind über unser Anwesen verteilt. Innerhalb der jeweiligen obsttragenden Art gibt es unterschiedliche Sorten, die sich in Aussehen, Gehalt und Eigenschaften unterscheiden. So gibt es bei uns 15 alte Apfelsorten und 6 Birnen-Raritäten, Zwetschken, Kirschen, Nüsse usw.

Manche Sorten werden am besten frisch vom Baum gegessen, weil sie nur wenige Tage haltbar sind wie zum Beispiel der Stark Earliest. Andere wiederum brauchen die Monate der Lagerung für ihre Geschmacksentfaltung wie Wintergoldparmäne oder Maschanska.

Aus den Wirtschaftsobst-Sorten machen wir gerne Mehlspeisen wie einen saftigen Apfelstrudel oder wir pressen die Früchte und gewinnen sortenreine Säfte, Most oder Essig. Die Tafelobst-Sorten wandern in die Obstkörbe des Hotels, wo sie für unsere Gäste Blickfang und Vitaminspender zugleich sind.

Sortenwahl

Alte Fotos, Landkarten Erzählungen und ein Pomologe (Mag. Alois Wilfling) halfen uns die für unseren Standort besten, alten Obstsorten zu finden. Die Geologie des Platzes und die klimatischen Bedingungen waren dabei mitentscheidend.

Naschobst

An Steinobst können wir mit Kirschen, Zwetschken und Kriecherln aufwarten. Außerdem bereichern Walnussbäume unseren Garten. Damit unsere Gäste während ihres Spaziergangs leichter von den Bäumen naschen können, werden wir die Kronen - auch in Zukunft - niedrig halten.

Beeren

Ribisel, Stachelbeeren, Himbeeren und Brombeeren laden zum Verkosten ein. Aber auch für Marmeladen und Desserts eignen sich diese Obstsorten ideal. Sanddorn, Schlehdorn und Vogelbeere sind unsere besonderen Vitamin-C-Lieferanten und werden für Kräutersirupe und Marmeladen verwendet.

Unsere Versuche

Aus der versuchsweise eingepflanzten Maroni ist ein ansehnlicher Baum herangewachsen. Auch den Isabella-Reben gefällt es bei uns; vornehmlich ranken sie auf Terrassen, an Böschungen und Mauern. Die Kornelkirsche (Dirndln) blüht früh und ist für Bienen erste Anlaufstelle im Frühjahr für Pollen und Nektar.

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